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/ Die Fotoreportage zum Türkei-Trainingslager des BERE-Zwöi

Tamam, Haram und Hamam oder «Ege wo isch dr Küder?»

Mittwoch - Ein Lobbybier zur Beruhigung

In letzter Sekunde konnte Ramiz die Tür blockieren und lieferte sich ein Wortgefecht mit der Zugbegleiterin. Zwischen Gelächter und teilnahmslosem Davonlaufen dämmerte den meisten Mitspielern plötzlich der Grund für den Streit: Der Coach hatte seinen Rucksack mit sämtlichen Reiseunterlagen für alle im Zugabteil liegengelassen. Dieser drohte nun in die Ostschweiz zu verschwinden und das Trainingslager des BERE-Zwöi schon nach gut einer Stunde im U-Bahnhof des Flughafen Zürichs zu Ende zu gehen.

Nach einem überzeugenden Wortgefecht von Ramiz und Tim sowie einem herzhaften Sprint von Rosario durch den Zugwaggon konnte das wertvolle Gepäckstück jedoch gerettet werden und das Zwöi kam mit einem blauen Auge davon. Das sollte jedoch insbesondere für den Letztgenannten nicht bis zum Ende des Ausflugs so bleiben. Aber dazu später mehr ;) Sowohl die anderen Zugreisenden als auch unser Team konnte die Reise anschliessend mit etwas Verspätung fortsetzen.

Gemeinsam mit mehreren anderen Sunday League Teams wurden wir schliesslich in den Flieger Richtung Antalya gepfercht und die folgenden drei Stunden mit dem Debütflug von Rosario verliefen mit Ausnahme der Landung einigermassen ereignislos. Im längsten Landeanflug aller Zeiten galt es dann noch einige Turbulenzen zu überstehen, was hoffentlich kein Sinnbild für die bald beginnende Rückrunde sein soll.

Text: Colin | Foto: Fund

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Bei der kurzen Busreise zum Hotel in einem Gewittersturm wurde Ege dann im Schnelldurchlauf zum Tourguide und Reisebegleiter ausgebildet und durfte sich fortan für den Rest des Wochenendes um alle mehr oder weniger sinnvollen Grundbedürfnisse der Teamkameraden kümmern.

Gestärkt durch Mitternachtssuppen, den einen oder anderen Schlummertrunk oder genüsslichen Schnupftabak sanken wir dann schon bald mal in den Schlaf.



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Donnerstag – Kampf gegen Wind und Wellen

Überraschenderweise konnte der erste richtige Trainingstag ohne Verspätung starten und entgegen den Erwartungen hatten tatsächlich alle ihre Fussballschuhe auch wirklich eingepackt. Im Schatten – aber leider nicht Windschatten - der Hotelblöcke absolvierten wir daher am Vormittag unser erstes Training. Wie praktisch alle folgenden Trainingseinheiten war diese von starkem Wind geprägt. Perfekte Bälle landeten im Nirgendwo, während Fehlzuspiele mit etwas Glück zu traumhaften Seitenverlagerungen avancierten.

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Die Zeit bis zum Mittagessen überbrückten die meisten mit Schlaf, ersten Strandspaziergängen oder in den Spa-Räumlichkeiten. Diese wurden insbesondere von den älteren Semestern im Team während dem gesamten Trainingslager ausgiebig genutzt. Gut erholt begannen wir am Nachmittag sogleich mit der zweiten Trainingseinheit, die noch viel stärker vom Wind verweht wurde. Das Üben von Angriffsauslösungen und die Standardtrainings war daher erschwert möglich. Zum Herrscher der Winde krönte sich Tim, der für die Vollendung der perfekten Freistossvariante gerade mal einen Versuch und eine günstige Windböe benötigte. Gut einzuspielen schien sich aber auch die Abwehrformationen um Lexu, Mättu, Marc, Fund (Stammaussenverteidiger gemäss Ramiz) und Balsiger, was sie im späteren Freundschaftsspiel auch gleich anzuwenden vermochte.

Glück später nicht von den Windböen erfasst zu werden, hatte Ramiz, der bei der gemeinsamen Sonnenuntergangssession seine Balancefähigkeiten auf der stillgelegten Anlegestelle testete. Nicht die gleiche Standfestigkeit bewies er jedoch im anschliessendn Ausgang, dessen Auswirkungen ihn bis zum Ende des Trainingslagers spürbar dezimierten.

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Freitag – Ausflug und Völlerei

Nicht ganz vollzählig nahmen wir am Freitagmorgen die dritte Trainingseinheit in Angriff, wo manch einer seinen (Muskel-)Kater nicht ganz verheimlichen konnte. Immerhin gab es während des Trainings trotz diverser «Zehenstüber»-Fouls, die wohl der Müdigkeit geschuldet waren, keine gröberen Verletzungen zu beklagen. So konnte der Ausflug ins nahe Antalya in Vollbesetzung in Angriff genommen werden.

Während sich die modebewusste Teamfraktion um Cecchi, Andrew, Ege und Enrico in den Shoppingmalls und Einkaufsläden neu einkleiden liess, wählten andere die Option des Altstadtspaziergangs. Die historischen Eindrücke und neuen kulturellen Erfahrungen wurden danach ausgiebig in einem Gartenrestaurant besprochen. Für die Rückreise zum Hotel mussten wir dann nur knapp 25 türkische Minuten auf die Taxis warten. In der Wartezeit gelang es Ege sogar Andrew in Prozesse und Infrastruktur der örtlichen Abfallentsorgung einzuweihen, die sich gar nicht mal so stark von der unsrigen unterscheidet ;)

Immerhin entschädigten uns die Taxifahrer bei der Rückfahrt für die Warterei mit einem waschechten Rallye-Erlebnis, was mangels Sitzgurten, jedoch nicht für alle gleichermassen ein Vergnügen war.

Das kulturelle Eintauchen vertieften wir anschliessend bei einem doch recht grosszügigen Mahl im besten Lokal der Stadt. Mit den immer wieder neu auftauchenden üppig gefüllten Platten und Schalen konnte der Gewichtsverlust nach den einigermassen intensiven Trainingseinheiten relativ rasch wieder ausgeglichen werden. Vollgefressen dämmerten wir so um Mitternacht in den Geburtstag von Marc und Ramiz.

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Samstag – Matchday

Böse Zungen behaupten, dass manche Spieler zugunsten von noch etwas mehr Erholung gerne auf das Freundschaftsspiel gegen den SV Türkspor Biberach verzichtet hätten. Dennoch war in der Garderobe grosse Vorfreude auf das Spiel auszumachen. Selten absolviert man als Fünftligist ja ein internationales Freundschaftsspiel. Nachdem alle Gelenke zusammengetapped und Wärmesalben eingestrichen waren, konnte es mit dem Match losgehen. Und wow, ging es los!

Spätestens als wir nach ungefähr 10 Minuten bereits zig Grosschancen und Angriffswellen über uns hatten ergehen lassen müssen, war jedem der Klassenunterschied zum ambitionierten Gegner bewusst geworden. Nichtsdestotrotz zeigten wir grosse Kampfeslust und wehrten uns mit Händen und Füssen. So mussten wir bis zur Halbzeitpause auch nur ein Gegentor hinnehmen.

Der Dammbruch in der zweiten Halbzeit liess dann jedoch nicht lange auf sich warten. Nach einem unglücklichen Eigentor stand es bereits früh 0:2. Nachdem Luis in «Fruit Ninja»-Manier einen Gegner im Strafraum umsäbelte, folgte mit dem fälligen Strafstoss auch rasch das 0:3. Trotz der weiteren Gegentore 4-6 ergaben wir uns nicht einfach kampflos in unser Schicksal und wehrten uns im Stil der 300 Spartaner gegen die in jeder Hinsicht überlegenen Gegner. Sinnbildlich gekennzeichnet war insbesondere Rosario, der nach einem heftigen Zusammenprall mit dem Gegner den Tag einäugig fortsetzen musste. Auch Tim liess es sich nicht nehmen, die Polsterfähigkeiten seines Gegenspielers bei einem Sturz auszutesten. Es ist leider nicht überliefert, inwiefern dieser Tims 95 kg Kampfgewicht auf seinem Brustkorb ohne Verletzung abfedern konnte. Er schien jedoch ohne Trümmerbruch im Rippen- und Schulterbereich davonzukommen.

Trotz der Niederlage können wir aus diesem Spiel viel für die Rückrunde mitnehmen, konnten wir doch phasenweise gegen einen starken Gegner – der ungefähr auf 2. Liga Niveau war – mithalten und uns auch Chancen herausspielen. Mit der gleichen Leidensfähigkeit, Qualität und Einsatzbereitschaft werden wir auf jeden Fall jeden Rückrundengegner schlagen.

Einzelbenotungen werden auf Anfrage gerne bekanntgegeben.

Für den letzten Abend lassen wir die Bilder sprechen, immerhin fanden sich alle Spieler rechtzeitig für die Heimreise in der Lobby ein. So konnten wir ein grandioses Wochenende perfekt abschliessen.

Allez BERE!

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